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 Eine unerwartete Reise

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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Apr 19, 2015 11:36 am

Der Magier, der sie überhaupt erst in den Schlamassel gebracht hatte mit seinem Goldmünzenraub, stiess einen schrillen Schrei aus und war dann auch schon weg.
"Die Ratten verlassen das sinkende Schiff", kommentierte Ferik.
"So früh schon? Verflucht, sind unsere Abwehrmechanismen schon bereit?", fragte einer.
"Nein, die sind noch nirgends! Wir haben die Arbeiten daran doch verschoben wegen Herbets hundertdreiunddreissigsten Geburtstags und den Partyvorbereitungen!"
Leef glaubte kaum, dass es sich wirklich um eine Invasion handeln konnte. Wie hätte die, selbst wenn sie von diesem Haufen gewusst hätte, so schnell hierher gelangen können? Ihre Reiche hatten momentan andere Probleme. Also waren diese 'Invasoren', wenn sie denn wirklich aus dem Süden waren wohl eher..
"Vielleicht können wir mit ihnen sprechen und ihnen vorgaukeln, ihre Verbündete zu sein! So würden wir euch Zeit schaffen, diese.. Vorbereitungen zu treffen für eure Abwehrmechanismen", schlug er vor.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Apr 19, 2015 3:20 pm

"Was?! Das ist Wahnsinn", wandte der gefiederte Magier ein. "Ein Seitenwechsel so nah an unserem Stützpunkt würde ihren Verdacht erwecken!!"
"Aber...sie wissen doch gar nicht, dass unser Stützpunkt hier ist!"
"Warum sind sie dann hier?!"
Während die Magier zu streiten begannen, begann es in Naths Kopf zu arbeiten. So langsam verstand er, wie diese Leute dachten. Naja, eigentlich nicht und da war er froh drum. Aber er glaubte, er wusste jetzt, wie man sie überzeugen konnte. Er winkte Shia zu sich her. Die Fee wandte sich ihrem Freund zu und hielt ihm eine Hand auf die Schulter.
"Du meinst, das klappt?", fragte sie und er nickte. Daraufhin wandte Shia sich den Magiern zu.
"Das neueste Mitglied des Zirkels", verkündete sie feierlich, "der große Magier Nathanael verkündet, dass er bereit ist, den Feinden entgegen zu treten und sie mit seiner mächtigen Magie in die Irre zu führen!"
Nath machte ein ernstes und feierliches Gesicht, als er sein Haupt erhob.
"Sie werden glauben, er seie ein harmloser Wanderer, der ihnen den Weg weist. Dabei wird er sich bei ihnen einschleusen und die Geheimnisse des Südens für uns ausspionieren!"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Apr 26, 2015 5:00 pm

Wieder waren die Magier in Diskussion, jedoch schien Nathanaels neuer Stand als vollwertiges Mitglied schon jetzt Blüten zu tragen.
"Das ist doch eine ziemlich gute Idee", meinte einer. "Ich weiss nicht, ob das nicht doch zu gefährlich wäre so am ersten Arbeitstag", überlegte ein anderer. "Eigentlich umso besser, dann haben wir ihn gleich ein wenig getestet!" "Wer nicht wagt, nicht gewinnt!"
"Oh. oh! Ich begleite ihn als moralische Unterstützung", beteuerte Ferik, als er kapierte, dass das vielleicht ein Ticket war, von diesen Irren loszukommen. "So ein junger Wanderer wird doch wohl kaum alleine unterwegs sein, ohne den guten Rat seines alten Herren."
Väterlich trat er hinter Nath und klopfte ihm auf die Schultern, ehe er die Finger in der Kutte des Mönches vergrub. Wie ein tollwütiges Eichhörnchen, dass sich in den Baum festkrallte und nicht mehr loslassen würde.
Leef warf ihnen einen hilfesuchenden Blick zu, weil er eigentlich nicht alleine bei den Magiern bleiben wollte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Apr 26, 2015 8:34 pm

Nath zuckte leicht zusammen, als Feriks Finger sich in seine Schultern gruben. Kurz darauf kniff er die Augen zusammen und sah wenig begeistert zu Ferik hinauf. Auch Shia bedachte den Kerl mit einem eher entgeisterten Blick.
"Alter Herr? So weit kommt's noch..."
Nur leider konnten sie Ferik nicht hier lassen, weil Fjrgo dann wahrscheinlich weinen würde. Außerdem, wer wusste, was Ferik mithilfe dieser Leute wür Chaos stiften würde?
"Der große Meister Nath verlangt zudem", sie deutete auf Leef, "dass dieser stattliche, wackere, junge Mann ihn begleitet, um ihm als persönlicher Leibwächter zur Seite zu stehen!"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Mai 02, 2015 6:52 am

"Ein junger Wanderer mit einem eigenen Leibwächter?", fragte sich einer der Magier.
"Die Fremden werden das natürlich nicht wissen, aber wir wollen ja nicht, dass ein talentiertes Mitglied eures Vereins äh.. in Gefahr kommen könnte", erklärte Leef.
"Und dann sieht er reicher aus. Reiche Leute lenken immer besser ab als arme, für die interessiert sich keiner", fügte Ferik an.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Mai 02, 2015 1:10 pm

"Das erscheint mir sehr bedenklich", sinnierte einer der Magier. "Reiche Leute wirken zwar wichtiger, aber jedoch besteht das Risiko, dass sie von moralisch bedenklichen Individuen ausgeraubt werden."
"Aber genau dafür ist ja der Leibwächter da", gab ein anderer zurück. "Der kann ihn vor Räubern beschützen."
"Ohne Leibwächter ist die Chance jedoch weit geringer, dass man ihn als reichen Mann erkennt und überfällt."
Wäre Nath nicht ohnehin schon stumm, hätte diese Logik ihm sicherlich die Sprache verschlagen. So runzelte er lediglich die Stirn und bekam Kopfschmerzen.
"Natürlich sind all diese Einwände sehr klug", log Shia höflich. "Deswegen wird der junge Meister Stornbold auch nicht als sein Leibwächter sondern sein...Onkel auftreten. Nichts ist verdächtig daran, wenn ein junger Mann mit seinem Onkel und..." Sie warf einen missbilligenden Blick zu Ferik "...entfernten Vetter dritten Grades reist."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Mai 03, 2015 12:20 pm

Ferik musste dann erst einmal überlegen, wo denn der entfernte Vetter dritten Grades überhaupt stehen müsste auf einem Stammbaum. Den Magiern war das dann wohl auch zu viel Anstrengung, weswegen sie die Idee letzten Endes absegneten.
"Nun gut. Wir zählen auf Euch, Mitmagier Nathanael und Anhang!", sagte der obere Magier. "Lenkt diese Hunde solange ab, bis wir bereit sind, sie zu zerstöööööreeeeen!"
Es blitzte und im nächsten Moment standen die vier am Rande des abgebrannten Waldes. Das dramatische Schlusswort des Magiers zerstörte Leef noch eine ganze Weile das Trommelfell, ehe er erkannte, dass ihr Plan tatsächlich geklappt hatte. Insofern das überhaupt wirklich als Plan bezeichnet werden konnte. Und wenn die Invasion wirklich jene war, die er erhoffte, dann würde er seine treuen Mitmänner wieder sehen können und den Kommandanten, hurra!
"Okay, hauen wir ab", nahm Ferik die neuen Umstände ein wenig nüchterner zu Kenntnis.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Mai 03, 2015 2:06 pm

Der plötzliche, unangekündigte Gebietswechsel, sorgte bei Nath zunächst einmal für Orientierungslosigkeit und ihm wurde schwindlig. Nachdem die Welt um ihn ausfgehört hatte sich zu drehen, wandte er sich noch einmal in Richtung des halb abgebrannten Waldes um. Mit unbehaglichem Gesicht kniete er sich runter und zerrieb etwas Asche zwischen seinen Fingern.
"Komm", meinte Shia und klopfte ihrem Freund aufmunternd auf die Schulter. "Du wolltest doch nur-"
Mit einem Mal spürte sie, wie sich ein paar bekannte Gestalten näherten und ihre Alarmglocken läuteten. Sie flatterte rüber zu Leef.
"He-he-Herr Stornbold", wandte sie sich an ihn, "egal was Sie tun, bitte erzählen Sie Ihrem General nichts von mir oder das Nath etwas damit zu tun hat. Bitte? Ja? Danke!"
Einen Sekundenbruchteil später war sie wieder unter Naths Schal verschwunden.

Garcia zog überrascht die Braue hoch, als er seinen Adjutanten sah.
"Stornbold. Bruder Nathanael." Ein Anflug von einem Lächeln huschte über sein Gesicht. "Wie ich sehe, seid Ihr unverletzt."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Di Mai 05, 2015 6:22 am

Leef konnte gar nicht mehr eine Antwort darauf geben. Er fragte sich erst nur, wieso sich die kleine Fee verstecken wollte und dann war sie auch schon versteckt. Aber das Auftauchen der anderen nur kurz darauf lenkte dann doch wieder genug auf, dass er die Bitte akzeptierte vorerst.
"Ja danke, ich bin auch noch da", kommentierte Ferik nämlich gerade auf Garcias Worte hin.
"Herr Hauptmann!", erwiderte Leef nach einem bösen Seitenblick zu dem anderen und trat zwei Schritte vor. "Es ist schön, Euch wieder zu sehen, langsam hatte ich die Hoffnung daran verloren."
Er sah von Garcia zu den anderen und runzelte dann die Stirn.
"Carpendale?", fragte er dann, auch wenn man ihm anhörte und auch ansah, dass er wohl schon erahnte, was die Antwort sein würde.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Di Mai 05, 2015 6:32 pm

Garcia schenkte Ferik keine weitere Beachtung. Falls Nazim irgendetwas empfand, als er die anderen sah, ließ er es sich nicht anmerken. Der Hauptmann senkte den Blick.
"Carpendale", sagte er ruhiger, fester Stimme, "ist in Ausübung seiner Pflicht gefallen."
"Auf unserer Flucht vor den Steinriesen ist Carpendale verletzt worden", erklärte Laurent. "Wir suchten Zuflucht in einer Höhle, wurden aber zu spät deren Bewohner gewahr." Er senkte das Haupt und schüttelte den Kopf. "Ein Skorpion stach ihn und wir hatten nicht die Möglichkeiten, ihm zu helfen. Wir verbrannten seinen Leichnam, als wir wieder in Sicherheit waren."
Nath war den Schilderungen mit sichtlichem Entsetzen gefolgt. Als er verarbeitet hatte, was er gehört hatte, schaute er unsicher zu Leef.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mi Mai 06, 2015 8:13 pm

Leef nickte langsam und nahm das relativ stagniert zur Kenntnis.
Eine ganze Weile sagte er nichts dazu, ehe er sich leicht schüttelte, beinahe um Gedanken los zu werden und dann gleich noch einmal nickte.
"Ja, wir wussten alle, auf was für Risiken wir uns einlassen. Es wird nicht umsonst gewesen sein."
"Also. Dann können wir jetzt ja gehen. Bevor die Magier zurückkommen und die Diskussion wieder von Vorne beginnt", bemerkte Ferik.
Wo waren eigentlich ihre Pferde abgeblieben? Bestimmt davongerannt bei dem Feuer pfs.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Do Mai 07, 2015 8:43 pm

"Magier?", wunderte sich Nazim. "Sollten wir uns Gedanken um sie machen?"
Nath legte nachdenklich die Stirn in Falten, schüttelte dann aber bestimmt den Kopf. Garcia zog eine Braue hoch, entschied aber, nicht weiter nachzufragen.
"Ich will hoffen, Bruder Nathanael", wandte er sich an den jungen Mönch, "dass unser Verlust Euch den Ernst der Lage klar gemacht hat."
Nath blinzelte verwundert und sah nervös zu Garcia auf.
"Diese Reise ist eine ernste Angelegenheit", erklärte er streng. "Unsere Mission ist von größter Wichtigkeit für das Überleben der süflichen Länder. Und das Eure ganz besonders, denn Ihr müsst unbeschadet in den Bergen ankommen und wieder zurück kehren. Also tut uns einen Gefallen und geht nicht leichtfertig mit Eurem Leben um."
Nath hielt dem Blick des Hauptmanns nicht lange stand, bevor er ihn schuldbewusst wieder senkte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Mai 09, 2015 10:09 am

"Ich glaube, das war Nathanael auch schon zuvor klar", bemerkte Ferik von der Seite her trocken. "Eigentlich war es ja Euer Mann, Garonne, der unbedingt unvorbereitet den Wald erkunden wollte und uns dadurch den irren Magiern gegenüber verwundbar machte."
"Das- Aber! Das stimmt nicht!", japste Leef daraufhin und sah perplex von Garcia zu dem Banditen und zurück.
"Er hatte doch gejammert, dass Ratten ihm das Gold gestohlen hatten und wollte es suchen gehen! Ich wollte systematisch das Gebiet absichern und Bruder Nathanael solange in Sicherheit lassen, was auch geklappt hätte, wenn alle Parteien mitgespielt und sich nicht einfach davongemacht hätten!"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Mai 09, 2015 11:07 pm

"RUHE", bellte Garcia und Nathanael fuhr zusammen. "Ich will hier keine Ausflüchten und keine Anschuldigungen hören. Von keinem von euch. Wir haben hier eine wichtige Mission und ihr wollt euch anstellen wie kleine Kinder?!"
Der Hauptmann schüttelte den Kopf.
"Wenn wir diese Mission zu einem sinnvollen Ende bringen wollen, dann erwarte ich, dass ihr euch auf eure Aufgabe konzentriert. Wir haben bereits ein Mitglied unseres Trupps verloren. Und wenn ihr euch weiter gegenseitig an die Gurgel geht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Nächste dran kommt."
Er verschränkte die Arme.
"Ein Soldat für sich alleine ist nichts. Nur in der Formation kann er überleben. Nach dem, was wir in den letzten Tagen erlebt haben, können wir uns nicht mal in unseren Träumen ausmalen, was der Norden für uns noch bereit hält. Also stellt euren persönlichen Disput beiseite anstatt euch gegenseitig in den Rücken zu fallen."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Mai 10, 2015 8:06 am

"Jawohl, Kommandant", murmelte Leef und sah schuldbewusst zu Boden.
Ferik sah Garcia kritisch an und lachte dann in einer Mischung aus Ironie und Verachtung auf.
"Jaja, und so weiter. Gehen wir also endlich, bevor die Magier einfallen."
Er demonstrierte das dann auch gleich schön vor, indem er sich von dem Rest abwandte und weiter dem Waldrand entlangstampfte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Mai 10, 2015 8:46 am

Nath sah besorgt zu Leef auf und legte ihm tröstend eine Hand auf den Arm.
"Nicht traurig sein", raunzte Shia in fürsorglichem Ton. "Es war doch nicht Ihre Schuld."
Nazim sah stirnrunzelnd in den Wald. Die Energien waren immer noch da, machten aber keine Anstalten sich zu bewegen. Also entschied er sich, nicht weiter darauf einzugehen.
"Wenn es so weiter geht", wandte er sich an Beshir, "werden sich unser Problem mit den Kaiserlichen bald von selbst lösen."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mi Mai 27, 2015 7:31 pm

So zogen sie weiter in Richtung Norden, diesmal zu Fuss, die einen mehr motiviert, die anderen weniger. Während auch unausgesprochen das Umrunden der Magier und ihrer Wälder eine gemeinsame Entscheidung war, die alle befürworteten, so war das sonstige weitere Vorgehen unklar und die Planung komplett über den Haufen geworden. Sie hatten ihre Pferde und den grössten Teil ihres Proviants sowie einen guten Mann verloren und sie wussten auch nicht, was sie noch so erwartete im unerforschten Norden. Die Hoffnungen auf etwas Freundliches waren relativ klein nach den Ereignissen der letzten Tage. Doch ihre jeweiligen eigenen Motivationen trieben sie weiter, ob es nun Pflichtgefühl, Ehrgeiz oder Sorge war.
Lange war vor ihnen nichts anderes als weite Steppe zu sehen. Nur sehr, sehr weit weg schienen sie etwas zu erkennen, was an hohe Berge erinnerte, blau und kaum sichtbar, dass man fast glauben mochte, es war eine Täuschung. An Gelegenheiten für Nahrung mangelte es nicht und mit gemeinsamer Kraft schafften sie es auch, sich eine gute Mahlzeit zu erbeuten. Doch das Wasser wurde knapp und auch wenn die Luft feucht und kühl war, so blieb der Regenaus. Der Zauber der Magier schien alles Wasser aus den Wolken gezogen zu haben. Eine unorganisierte Suche nach einem Bächlein im Wald war zu gefährlich, gerade weil sie wussten, wie unberechenbar die Männer gewesen waren. Noch einmal kämen sie vielleicht nicht so glimpflich davon. Der Unmut steigerte sich, doch glücklicherweise konnten sie am Abend des zweiten Tages im Zwielicht noch plötzlich neue Erhebungen im Gras ausmachen. Bekannte Erhebungen, gehäuft an einem Ort und dazwischen kleine Bewegungen. Ein Dorf vielleicht?
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Mai 30, 2015 8:34 am

Nath hatte leider festgestellt, dass die Reise auf Pferden oder von deren gezogenen Wagen nur so lange unangenehm war, wie man es nicht zu Fuß versuchen musste. Wenn man sein Leben lang in einem Kloster wohnte, war es mit der Kondition nicht weit her, so gut der Wille auch sein mochte. Während sich also langsam die ersten Blasen an seinen Füßen bildeten sah er recht hoffnugsvoll in Richtung der Erhebungen auf der Steppe.
Garcia kniff die Augen zusammen.
"Ein Dorf?", wunderte er sich. "Hier mitten in der Steppe?"
"Auf mich wirkt es eher wie ein Haufen Zelte", bemerkte Nazim. "Vielleicht Nomaden oder eine Karawane."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Fr Jun 12, 2015 8:21 am

"Was auch immer es sein mag, wir sollten zu den Göttern beten, dass die Inhaber der Siedlung uns freundlich gesinnt sind", sprach Beshir und stützte sich mit einem Seufzen auf seinen Stab auf. Die Berge sahen so nah und doch so fern aus. Er konnte die genaue Distanz nicht einschätzen, die Luft hier oben war trügerisch und jetzt zog auch noch langsam Nebel auf.
"Blabla. Wir brauchen neue Vorräte und Reittiere, also geben die uns die freiwillig, oder wir nehmen sie uns einfach im Namen des Königreiches", behauptete Ferik und sah auffordernd zu Garcia. Der war ja bestimmt gut im Erobern von bestimmten Dingen. Mit seinen eineinhalb Männern.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Jun 13, 2015 8:48 am

Garcia zog amüsiert die Braue hoch.
"Ich weiß zwar nicht, für welchen König Ihr arbeitet, Herr Wegener", erklärte er, "aber das Kaiserreich hat hier keine Autorität. Und Menschen ihren Besitz wegzunehmen, die wahrscheinlich selbst nicht viel haben, würde nicht gerade zu unserem guten Ruf beitragen."
Abschätzig betrachtete er ihre Truppe.
"Was uns aber vor ein anderes Problem stellt. Schließlich haben wir offenbar nichts, was wir eintauschen könnten."
"Wir könnten den Landstreicher als Sklaven verkaufen", sinnierte Shia leise und Nath schmunzelte.
"Allzu lang würde ich mit der Entscheidung jedenfalls nicht mehr warten", schlug Nazim vor. "Ich glaube, sie haben uns bemerkt."
Einige Schatten schienen sich aus den Erhebungen zu lösen und kamen auf sie zu.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Do Jun 18, 2015 8:00 pm

Beshir verzog auf den Wortwechsel der beiden Westländler hin unmerklich das Gesicht. Zumindest aus seiner Weltsicht aus waren die Remani nicht sehr dafür bekannt, auf ursprünglichen Landesbesitz und einen guten Ruf zu achten. Aber er hielt sich zurück mit Worten, die nur Öl in ein Feuer giessen würden, zu dessen Ausbreitung sie gerade nicht hier waren. So konzentrierte er sich lieber auf die Fakten im Gespräch. Nämlich, dass sie kein gutes Bild abgaben und definitiv in der Unterzahl waren.
"Gesehen haben sie uns jetzt, da wäre weglaufen nur ein Zeichen unserer Unterlegenheit. In so einem rauen Lebensgebiet müssen die Leute zusammenhalten, wenn sie überleben wollen. Sie werden unseren Worten sicher Gehör schenken."
"Ja.. ausser die Luft hier hat sie in den Wahnsinn getrieben, so wie die Magier", schnaubte Leef bitter.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Jun 28, 2015 8:41 am

Die Leute, die dort auf sie zukamen, wirkten allerdings keineswegs verrückt. Sie näherten sich in einer langsamen Linie im Gänsemarsch und als sie angekommen waren, umstellten die sechs Gestalten, die kleine Truppe im Halbkreis.
Nath betrachtete die Leute mit mulmigem Gesichtsausdruck. Keine der Gestalten schien recht der anderen zu gleichen. Einer war ein großer, hagarer Mann, mit blasser Haut und schwarzen Spitzbart. Der nächste war klein und fast ein wenig untersetzt und sah sie aus dicken Brauen misstrauisch an. Unter ihnen war auch eine Frau, mit dunklem Haar und spitz zulaufender Nase. Die markanten Gesichtszüge erinnerten ihn ein wenig an Beshir und Nazim. Ob sie aus derselben Gegend war.
Der Kerl mit dem Spitzbart betrachtete die Gruppe neugierig.
"Was haben wir denn da?", wunderte er sich. "Ganz allein auf weitem Felde? Ihr habt euch doch nicht etwas verlaufen?"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Jul 04, 2015 1:08 pm

"Wenn man unsere Anzahl mit eurer vergleicht, würde ich eigentlich nicht das Wort alleine verwenden", bemerkte Ferik.
Leef sah ihn böse an, sagte aber nichts. Das wollte er lieber dem Chef überlassen.
"Wir sind auf der Durchreise nach Norden", erklärte dafür Beshir etwas ruhiger. "Die rauen Umstände der Gegend haben leider ein wenig an unseren Ressourcen genagt."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Jul 04, 2015 3:02 pm

Der Kerl mit den dicken Augenbrauen fuhr sich nachdenklich übers Kinn.
"Nach Norden?", wunderte er sich. "Stellt sich mit die Frage, was ihr ausgerechnet dort wollt. Außer ein paar Bergen und ein paar Einsiedlern findet man dort nichts von Interesse."
"Ist das so?", wunderte sich Garcia. "Dann stellt sich mir die Frage, was Ihr dann in dieser Gegend sucht."
Der Augenbrauenkerl sah ihn misstrauisch an.
"Gemach, meine Herren", wandte die Frau ein und schenkte dem General und den anderen ein ruhiges, warmes Lächeln. "Es gibt keinen Grund für Feindseligkeiten. Wie mir scheint, seid ihr müde und habt eine lange Reise hinter euch. Auch wir sind Reisende und haben sogar ein wenig Nahrung und Schutz vor dem Wetter zu teilen. Wie wäre es, wenn ihr uns am Feuer Gesellschaft leistet. Mit vollem Magen redet es sich doch um einiges angenehmer."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Jul 04, 2015 3:38 pm

"Schutz vor dem Wetter? So schlimm ist das doch gerade-"
Ferik hätte wohl selbst denken können, dass das keine guten Worte waren. Denn der Regen der Magier war immer noch aktiv und auch wenn er sich vor allem weiterhin über dem Wald konzentrierte und lediglich kleine Tröpfchen zu ihnen herübertrug, so liess ein doch recht nahes Donnern ihn zusammenzucken. Vielleicht hatten die Herrschaften ja gemerkt, dass sie betrogen worden waren und demonstrierten das nun. Wenn sich das Gewitter zu ihnen ausbreiten würde, war ihm ein Dach über dem Kopf nur recht. Und Essen sowieso.
"Ein grosszügiges Angebot, das wir gerne annehmen würden", sagte Beshir und nickte der Dame und den anderen zu.
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