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 Eine unerwartete Reise

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Nick

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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Jul 04, 2015 7:35 pm

Nath zuckte leicht zusammen, als es gar nicht mal weit von ihnen zu donnern begann. Stirnrunzelnd betrachtete er den Himmel. Mit einem Mal kam ihm wieder etwas in den Sinn, das die Mönche oft gesagt hatten: Dass der Teufel immer dann kam, wenn man seinen Namen zu laut sagte. Weshalb Nath sich nie wirklich vor ihm gefürchtet hatte. Dennoch bekam er nun den Eindruck, an der Behauptung mochte etwas dran sein.
So folgten sie den eigenartigen Gestalten in ihr Lager. Es bestand aus einigen Zelten, sowie diversen Wagen, in denen verschiedenste Sachen zu liegen schienen. Die sechs waren nicht allein. Einige weitere Menschen waren gerade dabei, ihre Sachen zusammenzuräumen.
Man führte sie in das größte Zelt, in dessen Mitte ein warmes Feuer knisterte. Eine willkommen Abwechslung, fand Laurent. Eine Dame saß vor dem Topd und bereitete Eintopf vor. Sie sah misstrauisch zu den Neuankömmlingen.
Dennoch befand sich genug in dem Topf, damit mit allen geteilt werden konnte. Als alle einen Teller in Händen hatten, sah der Kerl mit dem Spitzbart wieder neugierig in die Runde.
"Nundenn, da wir nun alle unter einem Dach sitzen, lasst uns doch eine Geschichte hören. Zum Beispiel die, wie eine derart illustre Truppe an diesen Ort gekommen ist."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Di Jul 21, 2015 6:58 pm

"Wir sind im Auftrag der Reiche Darjadha, Reman und den freien Tälern Vetias hergekommen als eine Truppe von freiwilligen Vertretern. Wir sollen ihnen eine Besorgung aus den fernen Bergen liefern, damit-", begann Beshir, doch Ferik fand diese Antwort viel zu Schwammig, weshalb er den zuvor noch heiss mit Zähnen und Zunge umschlungenen Löffel senkte und ihm dazwischenredete:
"Da unten ist grad die Hölle los. Eine neue, unbekannte Krankheit breitet sich aus und die verleierten Mönche, zu denen unser Junge da gehört, wollen mit so einem blauen Kraut ein Gegenmittel herstellen, das weiter nördlich wachsen soll."
Leef seufzte leise auf und beugte sich tiefer über seinen Teller. Der Hauptmann und Laurent konnten sich ja gar nicht vorstellen, wie sehr ihm schon nur die Stimme allein von dem Verbrecher inzwischen auf die Nerven ging. Er war froh, hatte er nun wieder Garonne hier, der ihm im Notfall doch noch die Zunge rausschneiden konnte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Do Jul 23, 2015 4:32 pm

Garcia konnte sich eigentlich sehr gut vorstellen, wie Leef über "Walter" dachte. Zumindest, wenn er ähnliches von ihm dachte wie der Hauptmann selbst. Allem voran weil dieser es nicht unbedingt für eine gute Idee hielt, diesen doch eher suspekten Gestalten zu erzählen, warum sie hier waren.
Einer der Kerle fuhr sich nachdenklich über den Spitzbart und musterte die Truppe skeptisch von oben bis unten.
"Neue Krankheit, hm?", fragte er. "Klingt so, als sei es doch nicht so schlecht, dass wir uns von dort verkrümelt laben."
Ein Lachen entkam seiner Kehle, bei dem sich Garcias Miene verfinsterte.
"In der Tat", murmelte er und löffelte noch etwas von seinem Eintopf.
"Krankheit, hm?", fragte die Frau. "Dann wundere ich mich, was die Symptome sind, dass sie so plötzlich ausbrechen konnte."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Aug 01, 2015 9:07 pm

Vorhin noch Grinsend, verschwand der selbstsichere Ausdruck aus Feriks Gesicht, als die Fremden genauer auf die Krankheit eingehen wollten. Tatsächlich schien er da nichts mehr genauer zu dem Thema sagen zu wollen und grummelte nur unverständlich etwas in sich hinein, zuckte dazu die Schultern und nahm einen Löffel voll Eintopf.
"Das ist.. schwer zu definieren", antwortete also Beshir stattdessen wieder. Mehr hatte er aber auch nicht zu verraten.
Leef wurde die Situation irgendwie immer unangenehmer. Nach all den angriffslustigen Bestien und irren Zauberern wollte er nicht wissen, wie diese Leute reagieren würden, wenn man sie verstimmte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Aug 02, 2015 8:51 pm

Garcia nahm in aller Ruhe einen Löffel von dem Eintopf und legte ihn dann ab.
"Die Symptome ähneln zunächst einem Fieber", erklärte er ruhig. "Das Opfer leidet an Schwächeanfällen und Hustenreiz. Doch wenn sie zunächst nur Eiter und Galle ausspucken, spucken sie später Blut. Die Symptome werden immer schlimmer."
Die Frau in der Gruppe sah sie mit ernster, aber interssierter Miene an.
"Inwiefern schlimmer? Was passiert am Ende?"
Garcia schloss die Augen und schwieg einen Moment. Laurent hatte bisher nur schweigend in seinen Eintopf gesehen und bei der Erwähnung der Krankheit war ihm der Appetit vergangen. Aber da er die Bilder sowieso im Kopf hatte, sah er keinen Grund mehr zu schreiben.
"Erst werden sie immer fahler", erklärte der Soldat. "Und verlieren an Gewicht, bis sie kaum mehr als Haut und Knochen sind. Am ganzen Körper bilden sich Geschwüre und die Muskeln versagen. Und dann..."
Er bekam den Satz kaum über die Lippen.
"Man merkt kaum, wie aus den halb Toten Leichen werden. Der Unterschied ist irgendwann nicht mehr groß."
Einen Moment herrschte betroffene Stille. Der Kerl mit dem Spitzbart bekam ein unsicheres Lächeln zustande.
"Nun", meinte er. "In dem Fall sollten wir unsere nächste Reise nach Süden auf unbestimmte Zeit verschieben."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mi Aug 05, 2015 8:29 pm

Ferik zog bei der Aufzählung der Symptome Grimassen, als würde er die verschiedenen Stadien der Krankheit gerade selbst durchgehen und auf einmal schien er ebenfalls keinen Hunger mehr zu haben. Letztendlich legte er die Schüssel weg und schnaufte.
"Wie auch immer, eigentlich spielt dieses Gejammer auch gar keine Rolle! Wir werden nämlich bald die Berge erreichen und dieses Kraut dann auch in Windeseile zurück zu den Mönchen bringen. Schwups, niemand mehr hat irgendwelche Wehwehchen und alle sind glücklich. Eigentlich sollten wir auch gar keine weitere Zeit mehr verschwenden, sondern wieder aufbrechen. Ich kann noch lange gehen, sollen die werten Soldaten nur solange ihren Schönheitsschlaf geniessen!"
Leef runzelte die Stirn und sah langsam und abwartend zu dem Hauptmann.
"Sollte sich der Sturm der Magier weiterhin in unsere Richtung ausbreiten, wäre eine weitere Reise sehr riskant. Der schnellste Weg bringt uns nichts, wenn er in unserem Tod endet."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Aug 08, 2015 2:04 pm

"Da habt Ihr Recht, Leef", bestätigte Garcia. "Unsere Mission ist wichtig, aber umso wichtiger ist es, dass wir sie heil überstehen. Wir haben bereits einen guten Mann im Gebirge verloren. Ich beabsichtige nicht, noch einen weiteren durch voreiliges Handeln zu verlieren."
Er warf einen ernsten Blick zu dem Mann mit Spitzbart, den er für den Anführer der Karawane hielt.
"Zumal es sicher unhöflich wäre zu gehen, ohne unseren Gastgebern angemessen für ihre Dienste zu danken", sagte er in diplomatischem, aber kühlen Tonfall.
"Sehr zuvorkommend von Euch", sagte der Mann mit einem durchtriebenen Grinsen. "Da Ihr Euch so bereitwillig anbietet, finden wir sicher etwas, wobei Ihr uns behilflich sein könntet."
Shia bekam eine Gänsehaut.
"Echt mal", seufzte sie. "Warum gibt's hier nur gruselige Kerle?"
Jedoch musste sie feststellen, dass Naths ganze Aufmerksamkeit dem Landstreicher galt. Mitleidig sah er Wegener an und legte ihm sogar beruhigend eine Hand auf die Schulter.
"Hör mal, der will doch nur-"
Aber sie musste sich unterbrechen, als sie in Naths Gedanken den kleinen Fjrgo sah. Der jetzt wohl immer noch im Kloster lag, nicht nur Pius, sondern auch dieser grässlichen Krankheit ausgesetzt. Es fuhr ihr eiskalt den Rücken hinunter.
"Okay, vielleicht hast du schon irgendwo recht."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Aug 09, 2015 3:02 pm

Auch Beshir gefiel das Lächeln des Mannes mit dem Spitzbart nicht sonderlich, doch er hielt sich dafür, nun lieber vorerst zu schweigen und zu essen, solange sie in der Position dazu waren. Er hatte selbst ja nicht wirklich zu sorgen, solange Nazim in seiner Nähe blieb.
Ferik unterdessen fand es einfach nur daneben, dass anscheinend alle hier lieber Pause machen wollten, anstatt weiter vorwärts zu kommen. Wenn das Gewitter näher kam, war es umso besser, wenn sie schnell davonkamen! Wer wusste schon, wie lange der Sturm anhalten würde? Seiner schlechten Laune entsprechend blickte er drein, als er etwas an seiner Schulter spürte und wollte die Hand dann auch unwirsch wegwischen, ehe er bemerkte, dass es Nathanaels war. Der Ausdruck wandelte sich in pure Skepsis um, ehe er die Hand dann ein wenig sanfter als geplant, aber dennoch bestimmt von seiner Schulter pflückte.
"Du solltest dich ausruhen. Nach all diesen Verzögerungen werden wir uns bald keine so lange Pausen mehr erlauben können."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mo Aug 10, 2015 6:33 pm

Nath runzelte missmutig die Stirn und gab ein leichtes Seufzen von sich.
"Ich fürchte, der Kerl ist ein verlorener Fall", wisperte Shia ihm zu. Letztlich einigte man sich darauf, dass der 'Gefallen' bis zum nächsten Tag warten konnte und die Reisenden wurden zusammen in ein Zelt gebracht. Garcia gefiel der Gedanke nicht wirklich, mit dem Hexer der Darjadher unter einer Decke zu schlafen. Dieser wiederum saß im Schneidersitz und schloss die Augen. Nazim schien von niemandem Notiz zu nehmen.
Nath kuschelte sich in eine Ecke und versuchte, so gut es ging auf dem harten Boden zu schlafen.
"Seid wachsam", wies Garcia die anderen an. "Fahrendem Volk ist in den seltensten Fällen wirklich zu trauen."
"Wie schmeichelhaft", erklärte eine samtene Stimme an der Tür.
Garcia fuhr erschrocken herum, als die Frau mit der spitzen Nase hinter ihm stand. Wann hatte sie sich in das Zelt geschlichen? Nath blinzelte verwundert. Nazim öffnete kaum auffallend ein Auge und betrachtete die Fremde interessiert.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Fr Aug 21, 2015 9:19 pm

Auch Beshir gefiel die Sache nicht so ganz. Weder den Remani noch ihren Gastgebern war wirklich zu trauen. Aber er wusste, dass Nazim aufpassen würde. Er nickte ihm noch einmal wissend zu, auch wenn er gerade von niemandem Notiz zu nehmen schien, ehe er sich mit ein wenig Abstand von den Remani hinlegte. Die knappe Unterlage machte ihm nicht viel aus.
Leef nickte pflichtbewusst, als aber die Fahrende auftauchte, musste er ein Zucken unterdrücken. Der Hauptmann hatte wie immer Recht behalten. Sie hatten sich noch nicht einmal hingelegt und schon wurden sie unter Beobachtung gestellt. Diese Leute gaben sich nicht einmal die Mühe, heimlich zu sein. Das war schon ein wenig unverschämt!
Böse sah er die Frau an, auch wenn ihm dabei auffiel, dass sie doch eine sehr ansehnliche Figur hatte. Verfluchtes Streunervolk, das sich vor Steuern und Regeln drückte! Die wussten, wie sie andere ausnehmen konnten!
"Entschuldigt die Art des obersten Rockzipfels", bemerkte Ferik, der es sich in der Nähe jener Tür bequem gemacht hatte und so weniger überrascht war von ihrem Besuch. "Das remanische Militär ist für vieles bekannt, hauptsächlich für seine direkte und unverblümte Art, anderen einen Morgenstern auf die Rübe zu hauen."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Aug 22, 2015 9:42 am

Die Frau zog auf Feriks Bemerkung hin nur eine Braue hoch und wandte sich dann an die Darjadher.
Mit Nazim tauschte sie einen kurzen, aber recht intensiven Blick, bevor sie sich Beshir zuwandte. Und ihm auf fehlerfreiem darjadhisch ansprach.
"Es ist lange her, seit ich zuletzt einen Landsmann sah. Hattet Ihr eine angenehmer Reise?"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Aug 23, 2015 4:39 pm

Beshir lächelte daraufhin. Nur leicht, aber doch sichtbar. Er warf den Remani und den beiden Neutralen an den Ecken des Zeltes keinen Blick zu, das hätte ja nichts gebracht. Sie hatte selbst schon genug gesehen und verstanden. Stattdessen nickte er.
"Den Umständen entsprechend, ja. Die Götter der Erde meinten es nicht gut mit uns im Gebirge, doch erhielten wir Hilfe aus den Lüften. Es ist eine.. faszinierende Gegend hier. Wie gern ich sie mir auch noch länger ansehen würde, so hoffe ich trotzdem, dass wir unser Ziel bald erreichen. Die Zeit läuft leider nur in eine Richtung."
Nun warf er doch noch einen Blick zu den anderen, aber hauptsächlich nur Nathanael, ehe er wieder die Dame mit der spitzen Nase ansah.
"Wenn eure Gruppe etwas über das kalte Nordgebirge zu erzählen weiss, so hören wir euch gerne zu."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mo Aug 24, 2015 6:26 pm

Nath runzelte unsicher die Stirn, als Beshir zu ihm herüber sah. Interessiert horchte er auf, als die beiden auf Darjadhisch sprachen, obwohl er kein Wort verstand. Garcia sah misstrauisch zwischen Beshir und der fremden Frau hin und her. Diese würdigte ihn keines Blickes.
"Ihr kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt", erklärte sie. "Es bricht bald der Winter im hohen Gebirge an. Die Pflanzen könnten schwer zu finden sein."
Nachdenklich ging ihr Blick zur Seite.
"Doch bin ich mir nicht ganz sicher, ob eure Reise sich überhaupt lohnen würde. Ich glaube, ich kenne die Krankheit von der ihr sprecht. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Pflanze, die ihr beschreibt, für ihre Helung tatsächlich vonnöten ist."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Aug 29, 2015 6:17 pm

"Ah", machte Beshir und interessiert musterte er jeden ihrer Gesichtszüge. "Ihr kennt die Krankheit? Das ergibt eine sehr.. neue Perspektive. In der Hauptstadt waren uns keine ähnlichen Fälle seit.. langem bekannt. So genau kann ich es auch nicht sagen, leider. Aber die Priester Vetias machten die Notwendigkeit der Blume sehr deutlich, als sie uns auf diese Reise ohne Rückkehr schickten. Wie kommt Ihr darauf, dass es anders sein könnte?
Ferik bemerkte Naths Interesse an dem Gespräch und beugte sich zu ihm herüber mit einer Hand verschwörerisch vor dem Gesicht.
"Meine Sprachkenntnisse sind ein wenig eingerostet, aber ich glaube, sie tauschen Kochrezepte aus. Oder.. wollen den Winter miteinander verbringen? Könnte beides heissen", raunte er ihm zu. Abgesehen davon, dass er wirklich nicht viel von der Sprache verstand, hörte er eigentlich auch gar nicht richtig zu. Er fand das irgendwie unhöflich, dass die in aller Öffentlichkeit so geheimnisvoll verschwörerisch quatschten. Und er musste sich selbst ein wenig aufmuntern, in dem er den armen Nath verunsicherte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Aug 30, 2015 9:02 am

Nath zog interessiert die Brauen hoch.
"Sicher, der liebe Herr spricht fließend Darjadhisch", raunzte es aus dem Schal. "Ich bin sicher, die lieben Damen des Ostreichs haben ihm bereits sämtliche Variationen von 'Mistkerl' und 'Taugenichts' beigebracht."
Der junge Mönch schmunzelte, nickte Ferik aber nur interessiert zu. Konnte ja durchaus sein, wer mochte das schon sagen? Außerdem war es sicher angenehm, nach so langer Reise jemanden zu treffen, der die eigene Sprache sprach. Also freute er sich einfach ein wenig für Beshir und hoffte, dass Ferik recht hatte.
Die Dame wog nachdenklich den Kopf hin und her.
"Ich kann es euch genauso wenig sagen", erklärte sie. "Aber der letzte Fall einer derartigen Krankheit ist mir von einer Insel nahe der Randgebiete Darjadhas bekannt. Dort war diese...Pest das Ergebnis eines fehlgeschlagenen Rituals, durchgeführt von einem Priester eines vergessenen Kultes."
Sie hob die Schultern.
"Jedenfalls waren nur der Priester und einige seiner Assistenten in der Lage, die Krankheit wieder zu bannen. Und ich glaube mir nicht, dass auch nur einen von ihnen jemals, die Insel verlassen hat."
Sie schüttelte den Kopf.
"Priester und Geistliche sind ein eigenartiges Volk. Sie suhlen sich in Aufmerksamkeit und sind bereit, dafür einiges zu tun. Vielleicht haben die Priester Vetias die Wahrheit gesprochen. Vielleicht aber auch nicht. Wer seine Absichten hinter Klostermauern versteckt, hat sicher seine Geheimnisse."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mo Sep 14, 2015 9:59 am

Glücklicherweise konnte Ferik Shias zarte Stimme im Schal nicht hören, sonst hätte er wohl nicht mehr so selbstsicher reingeschaut. Und vor allem hätte er bestimmt nicht den Mund gehalten.
"Ja.. das tun sie wohl. Sie können viel für die Welt tun und erhalten den direkten Kontakt zu den Göttern. Manche von ihnen wissen aber auch.. zu viel", stimmte Beshir der Dame zu und sein Blick fiel hinüber zu Nazim.
"Eine.. magische Krankheit. Hm."
Das Wort Magie schien Leef verstanden zu haben, denn er horchte auf und linste von den Darjadhern zum Hauptmann und zurück. Dabei verzog er unwirklich den Mund, da er sich nicht sicher war, was er davon halten sollte. Nach den letzten Tagen war Magie ihm alles andere als eine freundliche Gabe.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Di Sep 15, 2015 4:58 pm

Nath war Leefs plötzliches Aufhorchen nicht entgangen und er schaute verwirrt zwischen den Darajdhern und ren Remani hin und her. Warum hatte in keinem der Bücher im Kloster etwas über modernes Darajdhisch gestanden? Ob Beshir ihm das beibringen konnte? Würde er, wenn er ihn fragte?
"Nundenn", fuhr die Frau fort. "Der eigentliche Grund meines Erscheinens ist ein anderer. Ich schätze, ihr wusstet es bereits, aber unserem Anführer ist nicht zu trauen. Er wird sich eurer Dienste zu seinem einzigen Vorteil bemächtigen. Und ob er euch tatsächlich einen Gefallen tun wird ist fragwürdig. Solltet ihr eine Gelegenheit bekommen, wäre es vielleicht besser, ihr zieht möglichst bald eures Weges."

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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Sep 19, 2015 1:16 am

"Es war leider zu erwarten", stellte Beshir fest und nickte ihr knapp, aber doch dankbar zu. "Wir haben nicht vor, lange zu bleiben. Selbst wenn die Gerüchte stimmen sollten, so haben wir uns der Aufgabe verschrieben, den Jungen sicher ins Gebirge und zurück zu bringen. Habt dank für die Informationen."
Er schien sich hinlegen zu wollen, nach einem Moment überlegte er es sich aber doch noch anders und sah sie nun ein Stück kritischer an.
"Alte Landsleute in Ehren, doch.. wie kommt Ihr dazu, uns zu warnen, wenn Ihr doch selbst mit diesen Leuten das Dach teilt?"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Di Sep 22, 2015 12:28 pm

Ein verspieltes Lächeln legte sich auf ihre Lippen.
"Um mit jemandem ein Dach zu teilen gibt es solche Gründe und solche. Hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich sicher nicht mit diesem fahrenden Volk auf Reisen gegangen. Es war besser als meine vorige Situation aber...ich denke ich hab lange genug mit diesen Leuten ein Dach geteilt. Ich habe nur auf eine günstige Gelegenheit gewartet. Da kommt ihr ins Spiel."
Ihr Lächeln erstarb nicht, doch ihre Augen funkelten noch vor Intensität.
"Der Anführer dieser Karawane versteht keien Darjadhisch, daher wählte ich meine alte Heimatsprache, um micht mitzuteilen. Euren Freunden müssen wir es wohl anderweitig mitteilen, was wir beabsichtigen."
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Do Sep 24, 2015 8:07 pm

Beshir nickte und sah ebenfalls noch einmal kurz zu Nazim. Jetzt machte ihr Blick zuvor nur noch mehr Sinn.
"Ich verstehe. Es wird uns eine Ehre sein, dir unsere Dienste im Gegenzug zu deinen anzubieten. Es war die richtige Entscheidung, dich uns mitzuteilen.
Er seufzte, als sie von seinen 'Freunden' sprach. Das war wirklich eine nicht so einfache Angelegenheit. Vor allem die Remani schauten sie jetzt schon an, als würden sie ein finsteres Komplott gegen sie aufbauen. Und er war sich sicher, dass die Nomaden ihre Ohren schon überall aufgestellt hatten. Wie also konnten sie die anderen einweihen, ohne sich verdächtig zu machen? Und einweihen mussten sie die anderen auf jeden Fall, sonst gab es nur unnötig Ärger und Verwirrung.
Beshirs Blick viel auf Nathanael und stirnrunzelnd betrachtete er den jungen Mönch. Er konnte nicht sprechen, ihn hörte kein falsches Ohr. Wie teilte er sich denn mit? Gesten und geschriebenen Worten? Das konnte funktionieren, solange nicht auch geheime Augen im Spiel waren. Er wandte sich an Nazim.
"Nazim, mein Freund. Sag mir, kannst du herausfinden, wie gut dieses Zelt geschützt ist von zu viel neugierigen Augen und Ohren?
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Fr Sep 25, 2015 12:57 pm

"Da gibt es nicht viel herauszufinden", entgegnete Nazim ruhig, innerlich seufzend über diese grausame Unterforderung. "Wer außen steht und genau hinhört, sollte problemlos in der Lage sein, jedes Wort zu verstehen, wenn es in der remanischen Gemeinsprache gesprochen wird. Sollten sie auch in Darajdhisch unterwiesen sein, dürften sämtliche Pläne von anfang an recht fruchtlos sein."
"Unser Anführer ist ein guter Schwindler" gab die Frau zu. "Aber nicht so gut. Das hätet ich gemerkt."
"Was Taten angeht...mit etwas Pech könnte ein Feuer unsere Silhouetten an dei Zeltwand werfen, aber ... ich denke sie ist doch zu dick, um deutlich etwas zu erkennen."
"Es ist schön zu sehen, dass ihr euch so gut versteht", bemerkte Garcia. "Ich nehem an, ihr besprecht private Angelegenheiten, die nicht für unsere Ohren bestimmt sind?"
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Sa Sep 26, 2015 3:53 pm

"Gut. Hab dank", entgegnete Beshir zu Nazim, ehe er sich dem etwas ungehobelteren Garcia zuwandte. Wäre ihm etwas verdächtiges aufgefallen, hätte er es angemerkt. So jedoch sollte es funktionieren, insofern wirklich keiner ihrer Sprache mächtig war. Doch in dem Fall wäre es so oder so zu spät gewesen.
"Mehr oder weniger muss ich Euch recht geben, Hauptmann. Für weiteres jedoch benötige ich Papier und einen Stift."
Erneut sah er zu Nathanael, da dieser seiner Meinung nach am ehesten solches besitzen würde.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   So Sep 27, 2015 10:58 am

Nath runzelte verwirrt die Stirn und begann dann, in seiner Tasche zu kramen. In Der Tat hatte er etwas Papier bei sich, aber vielleicht nicht das, was Beshir erwartet hatte. Er hatte noch sein kleine Lehrbuch über Pflanzen dabei, sowie den Reisebericht den Walter sich...geliehen hatte.
Nach ein wenig Herumblättern fand er am Ende seines Pflanzenbuchs eine leere Seite. vielleicht war sie da, um die restlichen Seiten vor Tinte zu schützen? Und in der Tat, beim genaueren Rumwühlen fand er sogar einen kleinen Kohlestift in seiner Tasche. Sorgfältig reichte er beides Beshir und sah ihn erwartungsvoll an.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Mi Okt 07, 2015 8:08 pm

Beshir bedankte sich und begann zu schreiben. Möglichst kurz und in einfacher Sprache, die alle verstehen würden und er auch selbst noch nutzen konnte, notierte er den Umstand stichwortartig. Es wurde ein wenig schmierig, da er die remanische/vetianische Schriftsprache nicht so richtig beherrschte - immerhin hatten die Darjadher ein ganz anderes Schriftbild und schrieben auch in eine andere Laufrichtung. Aber von den unschönen Schreibfehlern abgesehen kam der Kern der Botschaft wohl durch, als er den fertigen Text seinen Gefährten reichte.
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BeitragThema: Re: Eine unerwartete Reise   Do Okt 08, 2015 9:03 am

Nath kniff neugierig die Augen zusammen, zog dann die Brauen hoch und musste sich spontant ein Lächeln verkneifen: Denn er musste daran denken, dass man in der Kosterschule einen Klaps auf den Hinterkopf bekommen hätte, wenn man so etwas abgegeben hätte. Dann wurde er sich des Inhalts der Nachricht gewahr und sein Lächeln erstarb.
Garcia sah seine Gefährten mit ernstem Blick an. Dann nahm er den Kohlestift selber und schrieb in säuberlicher Schrift darauf:
Wir sollten diesen Ort so schnell es geht verlassen.

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